Tal der Mühlen

Zum Mühlental gelangen Sie am besten vom Kreisverkehr aus dem Kurgebiet. Sie gehen in die Kurzone, passieren das größte und schönste Kurhotel Radium Palace bis zum Kurbereich für Sportanlagen.

Tal der Mühlen

Von hier aus gehen Sie weiter auf dem Pfad entlang des ehemaligen Waldcafés. Nach etwa 500 Metern leicht gewelltem Weg erreichen Sie das Mühlental, wo etwa 60 Mühlen in verschiedenen Formen an einem kleinen Gebirgsbach klappern. Hier finden Sie zum Beispiel den Förderturm der Grube Svornost, die Kapelle St. Anna oder das Feuerwehrauto der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr. In dieser ruhigen Ecke der Joachimsthaler Wälder können Sie sich auf eine Bank setzen und dem Klappern der Mühlen und dem Rauschen des fließenden Baches lauschen.

Sie können auf demselben Pfad zurück zum Kurhotel Radium Palace gehen oder die unmarkierten Waldpfade hinauf nach Popov nehmen. Diese Variante ist jedoch aufgrund des beträchtlichen Anstiegs für geübtere Wanderer gedacht.

Das Mühlental erwacht jedes Jahr im Mai zum Leben bei der mittlerweile traditionellen Veranstaltung "Otevírání mlýnků". Einheimische und Kurgäste installieren hier neue, selbstgemachte Mühlen, damit sie das ganze Jahr über unaufhörlich klappern. Mit dieser Tradition sind zwei Legenden verbunden. Eine ist für die Kleinsten bestimmt, die andere für Erwachsene.

Legenden über das Mühlental

Überliefert wird, dass die Mühlen seit der Gründung der ersten Kurorte, also seit über 100 Jahren, aufgestellt werden. Und warum ist das so? Es werden zwei Legenden erzählt.

Die erste wird hauptsächlich Kindern erzählt.

Einst vor vielen Jahren kam ein Tischlergeselle nach Joachimsthal. Er verliebte sich in die Tochter seines Meisters, der ihnen jedoch die Liebe nicht gönnte. Der junge Geselle musste fortgehen und durfte erst zurückkehren, wenn er genug Geld verdient hatte. Als er die Stadt verließ, war es bereits kurz vor Sonnenuntergang und der Geselle begab sich in Richtung des heutigen Ostrov. Weil es bald dunkel wurde, legte sich der Junge in einen Laubhaufen neben dem Bach.

In der Nacht jedoch weckte ihn das Weinen eines Kindes, das nicht aufhörte. Als sich der Junge umsah, sah er einen Wassermann, der zusammen mit seiner Frau versuchte, sein Wasserkind zum Schlafen zu bringen. Vergebens. Also schnitzte der junge Geselle im Mondschein eine kleine Mühle, die er in den Bach setzte. Das Wasser drehte die Mühle und sie begann regelmäßig zu klappern. Der kleine Wassermann hörte auf zu weinen und schlief mit einem Lächeln bald ein. Für seine Güte bekam der Junge vom Wassermann eine Flussperle und einige Blätter Wasserrasen. Der Wassermann sagte ihm auch, dass er niemandem erzählen solle, was geschehen war.

Als der Geselle am nächsten Morgen aufwachte, war die Wassermann-Familie verschwunden und er fand in seiner Tasche statt der Blätter eine Handvoll silberner Taler. Er konnte daher nach Joachimsthal zurückkehren und das Mädchen heiraten, das er liebte.

Das Klappern der Mühle gefiel den Vorbeigehenden und sie begannen, weitere selbstgemachte Mühlen in den Bach zu setzen.

Und die zweite Version, die wahrere, besagt, dass hauptsächlich Kurgäste die Mühlen in den Bach setzten. Sie glaubten nämlich, dass ihr sündhaftes Leben und ihre Liebesabenteuer in den Kurorten gesühnt würden und ihr Leben ohne Makel weitergehen würde, wenn ihre Mühle regelmäßig klapperte.

Laut einer weiteren Legende bauen Liebespaare Mühlen und setzen sie in den Bach, damit es in ihrer Beziehung immer gut läuft.

Welche Version Sie glauben, bleibt Ihnen überlassen.

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