Stollen Nr.1 Jáchymov

Stollen Nr. 1 Jáchymov ist ein Bergbaumuseum - eine Außenstelle des Museums Sokolov - im zugänglichen gleichnamigen Stollen. Es gibt dort auch eine kleine Ausstellung der Bergbautechnik. Stollen Nr. 1 ist ein 260 Meter langer Erkundungsstollen im Bereich der benachbarten Grube Svornost. Der Vortrieb begann am 1. Juli 1952 und das Zielort wurde am 1. September 1952 erreicht. Es war die Zeit, in der bereits intensiv mit dem Uranerzabbau für die Bedürfnisse der Rüstungsindustrie der Sowjetunion begonnen wurde, wobei tschechoslowakische politische Gefangene eingesetzt wurden. Etwa 190 Meter vom Eingangsportal entfernt durchquert der Stollen die silberhaltige Ader Evangelist. Stollen Nr. 1 und die Grube Svornost sind Denkmäler für die Zeit des Silber- und Uranabbaus in Jáchymov, dessen Bergbaulandschaft seit 2019 ein UNESCO-Weltkulturerbe ist.

Stollen Nr.1 Jáchymov

Joachimsthal gehört zu den bedeutendsten historischen Bergbaustädten Tschechiens. Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt durch den Silberabbau und die anschließende Prägung von Silbermünzen, den Talern, berühmt (von diesen Münzen, die zu ihrer Zeit ein Garant für eine hochwertige Währung waren, leitet sich auch der Name der US-Währung - Dollar - ab). Der Silberrausch klang zwar nach einigen Jahrzehnten ab, aber die Bergbautätigkeit setzte sich fort - neben Silber wurden Blei, Arsen, Kobalt, Nickel, Zinn und auch Pechblende abgebaut, die zum Färben von Glas verwendet wurde. Und es war genau diese Joachimsthaler Pechblende, in der das Ehepaar Curie im Jahr 1898 neue Elemente - Polonium und Radium - entdeckte. Diese Entdeckung brachte der Stadt sowohl helle (Radonbäder) als auch dunkle Seiten. Seit Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts erfolgte im Gebiet von Joachimsthal massiver Uranabbau für das Rüstungsprogramm der UdSSR. Bei diesem Abbau wurden auch politische Gefangene - MUKL (Männer zur Vernichtung vorgesehen) - eingesetzt, die hier unter absolut unzureichenden Bedingungen arbeiteten und lebten (Nahrungsmangel, schlechte Ausstattung, ohne Schutz vor Strahlung, ohne medizinische Versorgung usw.).

Zu den Denkmälern des Silber- und Uranbergbaus gehören auch der Schacht Nr. 1 und die benachbarte Grube "Svornost". Die Durchführung des Schachts Nr. 1 erfolgte im Rahmen umfangreicher Erkundungsarbeiten durch die ehemaligen Joachimsthaler Gruben in den Jahren 1952 - 1953. Seine Länge beträgt 230 m und einer der seitlichen Gänge schneidet auch die früher abgebaute silberhaltige Ader "Evangelist".

Die Arbeiten zur Zugänglichmachung des Schachts erfolgten in den Jahren 2006 - 2008. Im Schacht ist auch eine kleine Ausstellung zur Bergbautechnik - Bergbauwagen, Bohrer usw. - installiert. Im Jahr 2012 gelang es dann auch, ältere Bergbauwerke aus dem Zeitpunkt des Silberrauschs Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts zu säubern und zu sichern.

Abfahrt von der Straße Nr. 25 Richtung Jáchymov - Nové Město und Mariánská, Parken am Gelände

Abonnieren Sie unseren Newsletter

📢 Erhalten Sie Neuigkeiten aus dem Erzgebirge! 🏔️🌲
Melden Sie sich für unseren Newsletter an und gehören Sie zu den Ersten, die über interessante Veranstaltungen, Reisetipps und Sonderangebote informiert werden. 📬✨

Destinační agentura
Krušnohoří, z.s.

Závodní 353/88
360 06 Karlovy Vary
USt-IdNr: 17707285
Datenbox: tedd9xw

Partner

  • Region Karlsbad
  • Region Aussig
  • Kudy z nudy
  • Montanregion Erzgebirge
  • Visit Czechia

Der Betrieb und die Aktivitäten der DMO wurden mit Mitteln aus dem Staatshaushalt der Tschechischen Republik im Rahmen des Programms des Ministeriums für regionale Entwicklung unterstützt. Das Projekt „Unterstützung der Destinationsagentur Erzgebirge, z.s.“ wurde mit Mitteln aus dem Staatshaushalt der Tschechischen Republik im Rahmen des Programms des Ministeriums für regionale Entwicklung umgesetzt.